Medienmitteilung: Das UNO-Weltdatenforum in Bern unterstützt die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung

Vom 3. bis 6. Oktober 2021 findet in Bern das dritte UNO-Weltdatenforum 2021 (UNWDF) statt, das von der Schweizer Eidgenossenschaft zusammen mit den Vereinten Nationen organisiert wird. Diese in hybrider Form durchgeführte internationale Konferenz mit rund 700 Teilnehmenden aus 110 Ländern in der Schweizer Bundesstadt ist im Rahmen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung wegweisend, da diese nur mit qualitativ hochstehenden, zugänglichen, aktuellen und zuverlässigen Daten umgesetzt werden kann. Voraussichtlich werden UNO-Generalsekretär Antonio Guterres und der Vorsteher des Eidgenössischen Departements des Innern Alain Berset das Forum eröffnen.

Das UNWDF bietet einen Diskussionsrahmen für Datenproduzenten und Datennutzende sowie für weitere Stakeholder ausserhalb des Statistikbereichs, darunter Vertreterinnen und Vertreter von Wirtschaft, Wissenschaft und Medien sowie anderen Verwaltungseinheiten und Fachgebieten.

Agenda 2030: die Bedeutung von Daten und der öffentlichen Statistik

Die 17 globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG) dienen als Wegweiser für die Schaffung einer besseren, nachhaltigeren Zukunft für alle. Sie wurden 2015 von der UNO-Generalversammlung beschlossen und sollen bis 2030 umgesetzt werden. Alle Länder sind gehalten, ihren Fortschritt zu messen, indem sie sich mit den Synergien und Wechselwirkungen zwischen den einzelnen SDG befassen. Um dem Motto der SDG, «Leaving no one behind», Rechnung zu tragen und anfällige Bevölkerungsgruppen sichtbar zu machen, benötigen die Regierungen ausreichend aufgeschlüsselte Daten. Die nationalen Statistiksysteme und zugängliche Daten sind die Grundpfeiler zur Festigung der Verantwortungsbereiche und Beziehungen zwischen Staat und Bevölkerung.

Die Schweiz unterstützt seit vielen Jahren Entwicklungsländer beim Ausbau ihrer Daten- und Statistikkapazitäten durch internationale Zusammenarbeit. Einer der wichtigsten Beweggründe der Schweiz, sich als Gastgeberland für das UNWDF zu bewerben, bestand darin, nicht nur die Statistik- und Datengemeinschaft, sondern auch die Entwicklungsgemeinschaft zusammenzubringen.

«Je komplexer die Herausforderungen, desto wichtiger die internationale Zusammenarbeit. Dies gilt auch für Daten. Sie sind eine gemeinsame strategische Ressource», sagt der Schweizer Innenminister Alain Berset im Vorwort des Buches zur Konferenz.

Das Programm des UNWDF umfasst sechs Themenbereiche: «Neue Wege des Kapazitätsaufbaus für bessere Daten», «Innovationen und Synergien in Datenökosystemen», «Leaving no one behind», «Die Welt durch Daten verstehen», «Vertrauen in Daten und Statistiken aufbauen» und «Was haben wir erreicht?».

Für die Eröffnungszeremonie werden mehrere Reden erwartet, insbesondere von UNO-Generalsekretär Antonio Guterres, Vorsteher des Eidgenössischen Departements des Innern Alain Berset, Microsoft-Präsident Brad Smith sowie Vertreterinnen und Vertretern der Jugend und der Zivilgesellschaft. Nebst den Eröffnungs- und Abschlussfeiern sind sieben Plenarsitzungen und über 60 weitere Vorträge und Workshops geplant. Im Vorfeld der Eröffnung werden fünf Videos publiziert, in denen fünf Schweizer Persönlichkeiten die Bedeutung der nachhaltigen Entwicklung mit persönlichen Statements unterstreichen. Sie sind zu finden unter: www.bfs.admin.ch/news/de/2021-0696.

Nachhaltigkeitsstrategie und erstmalige Durchführung in hybrider Form

Da die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung beim UNWDF im Zentrum steht, war es der Schweizer Eidgenossenschaft ein Anliegen, die internationale Konferenz gemäss den Nachhaltigkeitsprinzipien zu organisieren. In einem Nachhaltigkeitskonzept wurde eine Reihe von Massnahmen und Empfehlungen festgehalten, welche in Zusammenarbeit mit der UNO, dem Kursaal, Swiss International Air Lines, Schweiz Tourismus, Bern Welcome oder CBM Global, erstellt wurde. Das UNWDF 2021 wurde als klimaneutrale Veranstaltung deklariert.

Das dritte UNWDF hybrider Form durchgeführt, d.h. einerseits im Kursaal Bern, andererseits online. So kann ein grösseres Publikum erreicht werden als mit einer rein physischen Konferenz wie den beiden bisherigen Ausgaben. Über 700 Personen werden vor Ort in Bern teilnehmen. Dank der Online-Plattform können die Sitzungen zudem live mitverfolgt werden, und der Austausch mit der Daten- und Statistikgemeinschaft ist via App oder Desktop/Web-Schnittstelle auch aus der Ferne möglich.

Offizielles Abschlussdokument

Wie bei den bisherigen Ausgaben des UNWDF werden die Ergebnisse der Konferenz in einem gemeinsamen Abschlussdokument festgehalten, das am Ende des Forums veröffentlicht wird.

https://www.bfs.admin.ch/bfs/en/home/news/press-releases.assetdetail.18944462.html