Veranstaltungen im September 2021

Besonders ereignisreich war der Monat September mit zehn Anlässen.

Daten als Rohstoff für einen modernen Staat, 1. September 2021

Die Veranstaltungsreihe war ursprünglich im Oktober und November 2020 im Rahmen des «Rendez-vous Bundesplatz» geplant gewesen, musste dann aber pandemiebedingt pausieren. Im September 2021 wurde sie wieder aufgenommen. An insgesamt fünf Veranstaltungen wurde im Vorfeld des UNO-Weltdatenforums, das vom 3. bis 6. Oktober 2021 ebenfalls in Bern stattfindet, über die nachhaltige Entwicklung und die Rolle von Daten diskutiert.

Die erste Veranstaltung im Rahmen des «Rendez-vous Bundesplatz» wurde vom Bundesamt für Statistik in Bern mit Beteiligung von Balthasar Glättli, Nationalrat und Präsident der GRÜNEN Schweiz, organisiert.

Kernthema des Events war die Rolle des Staates im Daten- und Informationsökosystem der Schweiz. Dabei wurde der Frage nachgegangen, wie der Staat in einem demokratischen System dafür sorgen kann, dass er die Bevölkerung und Unternehmen nicht unnötig belastet und seine Daten nicht nur als Grundlage für die öffentliche Verwaltung dienen, sondern einen direkten Beitrag zum Gemeinwohl in der ganzen Schweiz («for public good») leisten. https://roadtobern.swiss/de/event/daten-als-rohstoff-fuer-einen-modernen-staat/

Schweizer Statistiktage, 6.–8. September 2021

Die Schweizer Statistiktage 2021 fanden in Lugano unter dem Motto «Dati: da tutti per tutti?» statt. Sie boten Fachleuten aus der öffentlichen Statistik, der Privatwirtschaft und der Wissenschaft eine allseits geschätzte Plattform, um sich auszutauschen und zu vernetzen.

Das gewählte Thema stand im Zusammenhang mit der im September 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedeten Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung, die auf 17 Zielen basiert. Getreu ihrem Motto «leaving no one behind» ist die Agenda 2030 allgemeingültig und richtet sich an alle Länder. Um die Fortschritte bei der Erreichung dieser Ziele auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene zu messen, braucht es hochwertige, zugängliche, aktuelle und verlässliche statistische Daten. Sie müssen zudem detailliert genug sein, damit sie als Entscheidungsgrundlage für weitere Massnahmen genutzt werden können: eine echte Herausforderung für die statistische Gemeinschaft!

Bundesrat Alain Berset hat zudem am Covid-19-Workshop vom 7. September einen Vortrag gehalten. https://roadtobern.swiss/de/event/schweizer-statistiktage-2020/

Weg vom Plastik – Ansätze und Lösungen, 9. September 2021

Die zweite Veranstaltung im Rahmen des «Rendez-vous Bundesplatz» wurde von OceanCare und dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten organisiert. Unter den Teilnehmenden befand sich unter anderem die Nationalrätin Ursula Schneider Schüttel.

Wie der Titel der Veranstaltung vermuten lässt, lag der Fokus auf der Plastikverschmutzung.

Kunststoff hat viele positive Eigenschaften. Er ist leicht, flexibel, feuchtigkeitsbeständig, stark und kostengünstig. Dadurch wird allerdings auch übermässig viel Plastik verbraucht. Der grösste Teil der langlebigen und nur sehr langsam abbaubaren Kunststoffe landet letztlich im Abfall. Das Konsumverhalten und die Wegwerfmentalität belasten Umwelt, Mensch und Tier. Ein grosser Teil der Plastikabfälle gelangt ins Meer. Nebst nationalen Lösungen braucht es globale Strategien, die von allen Stakeholdern mitgetragen werden. https://roadtobern.swiss/de/event/away-from-plastics-approaches-and-solutions/

«The Road to Bern Moscow», 10. September 2021

Diese Veranstaltung wurde von Rosstat und der Schweizerischen Eidgenossenschaft in Zusammenarbeit mit der Weltbank, dem UNWDF, UNECE und dem International Center for Statistical organisiert.

Der Anlass ging der Frage nach, wie dafür gesorgt werden kann, dass IT-Unternehmen, der Privatsektor und die Öffentlichkeit proaktiv dazu beitragen können, die Art, wie moderne Statistiken erstellt und verwendet werden, zu verändern.

Damit Daten im Kontext der schnell ausbrechenden Krisen aussagekräftig bleiben, müssen sie – bei gleichbleibender Qualität – deutlich schneller generiert werden. Zudem benötigen Statistikfachleute aktuelle und zeitgemässe Kompetenzen. Wie fügt sich die Datenwissenschaft in den breiteren Kontext der traditionellen Statistikkenntnisse ein? Entsprechen die Daten, Statistiken und ihre Bereitstellung in hoher Qualität den aktuellen Bedürfnissen der Statistikämter und der Unternehmen? Und vor allem: Wohin kann der Zustrom neuer Kompetenzen, Kenntnisse und Ideen die Statistik als Ganzes führen?

Am ersten Panel «What do data users want? User-driven statistics» wurden Videobotschaften gezeigt, unter anderem jene von Haishan Fu (Direktor, Data Development Group, World Bank). Anschliessend diskutierten Johannes Jütting, (Executive Director, Partnership on Statistics for Development in the 21st Century [Paris 21]), Athanasios Thanopoulos (President of Hellenic Statistical Authority [ELSTAT]) sowie die anderen Teilnehmenden das Thema vor Ort oder via Zoom. Am zweiten Panel «What should a modern statistician look like? Data management, data science and traditional statistics» nahmen unter anderem Pavel Malkov (Head of Rosstat) und Georges-Simon Ulrich (Direktor des Bundesamtes für Statistik) teil.

Am letzten Panel «Official statistics and private data producers: opportunities for collaboration» steuerten Sergey Avetisyan (Head of Geoanalytics) und Steven Vale (Senior Statistician and UNECE Regional Adviser) Beiträge bei. https://roadtobern.swiss/de/event/the-road-to-bern-moscow/

Die Macht von Daten für ein besseres Leben nutzen: Weltentwicklungsbericht 2021, 14. September 2021

Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und die Weltbank organisierten eine öffentliche virtuelle Veranstaltung zum Thema «Die Macht von Daten für ein besseres Leben nutzen: Weltentwicklungsbericht 2021».

Krisen wie die Covid-19-Pandemie haben gezeigt, dass die Länder auf solide Statistiken angewiesen sind. Um besser mit Notsituationen umgehen zu können, eine fundierte öffentliche Politik zu erarbeiten und die Verantwortung der Regierungen zu erhöhen, braucht es präzise und zeitnahe Daten. Das Potenzial von Daten zur Unterstützung einer inklusiven nachhaltigen Entwicklung und Armutsbekämpfung ist enorm, aber die sich verändernde Datenlandschaft birgt auch Risiken und Herausforderungen. Wie lässt sich das Potenzial von Daten für die nachhaltige Entwicklung voll ausschöpfen? Wie können wir Daten sicherer und ethisch verantwortungsvoller nutzen und gleichzeitig auf gerechte Weise einen Mehrwert schaffen?

Diese Fragen versuchte die Weltbank in der neusten Ausgabe ihres Weltentwicklungsberichts «Daten für ein besseres Leben» zu beantworten. An der Veranstaltung stellten die Autorinnen und Autoren des Berichts die wichtigsten Ergebnisse und Empfehlungen vor. Vertreterinnen und Vertretern der Weltbank, des Privatsektors, der akademischen Welt und der Bundesverwaltung nannten Beispiele und diskutierten darüber, wie die verschiedenen Interessengruppen dazu beitragen können, das Potenzial von Daten zu nutzen, um die in der Agenda 2030 festgelegten Ziele zu erreichen. Die Diskussion bot Gelegenheit, mit den Podiumsteilnehmenden und den Fachleuten der Weltbank in den Dialog zu treten. https://roadtobern.swiss/de/event/die-macht-von-daten-fuer-ein-besseres-leben-nutzen-weltentwicklungsbericht-2021/

Ernährungssysteme: Essen wir auf Kosten der Schwachen?, 16. September 2021

Die dritte Veranstaltung im Rahmen des «Rendez-vous Bundesplatz» wurde von der Plattform Agenda 2030 und dem Centre for Development and Environment (CDE) der Universität Bern organisiert.

Thema waren die Ernährungssysteme.

Rund 50% unserer Nahrungsmittel stammen direkt oder indirekt aus dem Ausland. Ein wachsender Anteil davon kommt aus Südamerika, Afrika oder Asien. Der Preis dafür: Das aktuelle Ernährungssystem steigert nicht nur den CO2-Ausstoss, sondern verringert auch die Biodiversität. In den Produktionsländern des globalen Südens beeinträchtigt die industrielle Landwirtschaft überdies die Arbeits- und Lebensbedingungen der ländlichen Bevölkerung. Wie also kommen wir zu einer klimaneutralen, fairen und nachhaltigen Ernährung? https://roadtobern.swiss/de/event/ernaehrungssysteme/

Internationale Zusammenarbeit mit dem Privatsektor, eine gute Entwicklung?, 22. September 2021

Die vierte Veranstaltung im Rahmen des «Rendez-vous Bundesplatz» wurde von Alliance Sud organisiert.

Alliance Sud engagiert sich seit 50 Jahren für die internationale Zusammenarbeit der Schweiz zugunsten von benachteiligten Menschen im globalen Süden. Die internationale Zusammenarbeit setzt in dieser Hinsicht neuerdings vermehrt auf den Privatsektor: mit welchen Chancen und Risiken? Und inwieweit ist der Privatsektor in der Lage, einen Beitrag zur Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung zu leisten? https://roadtobern.swiss/de/event/what-is-the-swiss-economys-contribution-to-sustainable-development/

Datenkompetenz: Erfahrungen für faktenbasierte Entscheidungen, 23. September 2021

Im September 2021 fand in Lateinamerika das 4. Webinar statt.

Thema war die Rolle von Daten bei der Aufdeckung und Überwindung von Geschlechterungleichheiten unter dem Gesichtspunkt der Datenwertschöpfungskette. Die Veranstaltung vereinte Akteure der Entwicklungszusammenarbeit (Umsetzung und Koordination) sowie Medienschaffende und Fachleute der nationalen Statistikämter. https://roadtobern.swiss/event/data-literacy-experiences-for-evidence-based-decision-making/

Entwicklungszusammenarbeit – Quo Vadis?, 28. September 2021

Die fünfte und letzte Veranstaltung im Rahmen des «Rendez-vous Bundesplatz» wurde ebenfalls von Alliance Sud organisiert. Mit dabei war unter anderem Patricia Danzi, die Direktion der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA).

Die globale Armut und Ungleichheit nehmen zu, der Klimawandel bedroht bereits jetzt die Lebensgrundlagen unzähliger Menschen, Konflikte und Fragilität häufen sich. Welche Rolle kann und soll die Entwicklungszusammenarbeit bei der Bewältigung all dieser Krisen spielen? Welche Rolle kommt dem Privatsektor, den NGO, der Wissenschaft und den Regierungen zu? https://roadtobern.swiss/de/event/wie-traegt-die-internationale-zusammenarbeit-der-schweiz-zur-nachhaltigen-entwicklung-bei/

8. Globales Forum zur Genderstatistik, 30. September bis 1. Oktober 2021

Das 8. Globale Forum für Genderstatistik wurde von der Statistikabteilung der Vereinten Nationen (UNSD) zusammen mit der Schweizerischen Eidgenossenschaft im Rahmen des globalen Programms für Genderstatistik und unter der Leitung der Inter-Agency and Expert Group on Gender Statistics (IAEG-GS) organisiert.

An dieser Veranstaltung wurde der globale Dialog zwischen Vertreterinnen und Vertretern von nationalen und internationalen Statistikämtern, anderen Regierungsstellen, internationalen Organisationen, Zivilgesellschaft, Privatwirtschaft sowie aus der akademischen Welt und der Gebergemeinschaft, die Genderstatistiken produzieren, nutzen und verbreiten, vertieft. Das Forum reagierte auf die Covid-19-Pandemie und ihre nachhaltigen Auswirkungen auf die Gleichstellung der Geschlechter und die Produktion von Genderstatistiken, indem sie Möglichkeiten erörterte, wie Fortschritte erzielt und die Daten und Fakten für die Gleichstellungspolitik auch in neuen und bisher unerschlossenen Bereichen verbessert werden können. https://roadtobern.swiss/de/event/8-globales-forum-zur-genderstatistik/

Le mois de septembre a été particulièrement mouvementé avec un total de 10 événements !